Der Schweizerische Zivildienstverband CIVIVA setzt sich für den Erhalt und den Ausbau des Zivildienstes ein. Der Zivildienst ist ein Dienst an der Gesellschaft. Davon profitieren nicht nur die jungen Dienstleistenden, davon profitieren alle!

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Verleihung des 8. Prix CIVIVA

Mit der Verleihung des 8. Prix CIVIVA wird am 2. Oktober 2020 das 100-jährige Engagement des Service Civil International (SCI) honoriert. Die Laudatio wird von Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss gehalten. Moderiert wird die Preisverleihung von Lisa Mazzone, Co-Präsidentin von CIVIVA und Ständerätin.

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Zukunft, ahoi!

CVP-Nationalrat Simon Stadler: Bekennen wir uns doch zum Zivildienst!

Schritt für Schritt nähert sich das Leben in der Schweiz wieder der Normalität. Das ist gut so. Wir müssen aber jetzt die Lehren aus dieser Krise ziehen. So konnte ich immer wieder eine erfreuliche Feststellung machen. Das Militär und der Zivilschutz haben in dieser schwierigen Zeit sinnvolle und wichtige Aufgaben zum Wohle unserer Gesellschaft wahrgenommen. So haben sie sich vermehrt in Alters- und Pflegeheimen und Spitälern für unsere Bevölkerung eingesetzt. Dies alles sind Aufgaben, die sonst häufig von den Zivildienstleistenden erbracht werden. Ich bin überzeugt, dass die Corona-Krise unseren Blick für die wertvolle Arbeit des Zivildienstes geschärft hat. In Zukunft müssen wir jedoch darüber diskutieren, wie die Zivildienstleistenden in Krisenzeiten noch wirkungsvoller eingesetzt werden können. Denn sie sind mit den Verhältnissen in Alters- und Pflegeheimen und den Spitälern bestens vertraut und können auch in dieser Zeit noch mehr Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen.

Zurzeit beraten die eidgenössischen Räte das Bundesgesetz über den zivilen Ersatzdienst. Die Mehrheit des Parlaments strebt eine Verschärfung des Zugangs zum Zivildienst an, was diesen unausweichlich schwächen würde. Es freut mich, dass sich viele junge Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus fast allen Parteien dafür einsetzen, dass diese Verschärfung in der Schlussabstimmung doch noch abgelehnt wird. Dies zeigt mir, wie stark der Zivildienst bei der jüngeren Generation verankert ist. Auch wenn diese Verschärfung im Parlament durchkommen sollte, bin ich überzeugt, dass ein Referendum bei der Bevölkerung eine sehr gute Chance hätte.

Bekennen wir uns doch zum Zivildienst! Entwickeln wir doch zusammen das System mit Militär-, Zivilschutz- und Zivildienst weiter, und zwar miteinander und nicht so, dass das eine gegen das andere ausgespielt wird. Dafür will ich mich in dieser Legislatur einsetzen. Für mich ist unbestritten, dass diese drei Dienstleistungen für die Allgemeinheit nur gemeinsam eine Zukunft haben. Alle drei erfüllen gleichermassen wichtige Aufgaben. Bundesrätin Amherd ist sich dies bewusst und ich bin voll davon überzeugt, dass sie den Militärdienst und den Zivilschutz zielgerichtet weiterentwickelt und dabei den Zivildienst in ihre Überlegungen und in die Gesamtschau unsres Milizsystems miteinbezieht.

Simon Stadler (CVP, UR) sitzt für die Mitte-Fraktion CVP, EVP, BDP im Nationalrat