Der Schweizerische Zivildienstverband CIVIVA setzt sich für den Erhalt und den Ausbau des Zivildienstes ein. Der Zivildienst ist ein Dienst an der Gesellschaft. Davon profitieren nicht nur die jungen Dienstleistenden, davon profitieren alle!

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Verleihung des 8. Prix CIVIVA

Mit der Verleihung des 8. Prix CIVIVA wird am 2. Oktober 2020 das 100-jährige Engagement des Service Civil International (SCI) honoriert. Die Laudatio wird von Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss gehalten. Moderiert wird die Preisverleihung von Lisa Mazzone, Co-Präsidentin von CIVIVA und Ständerätin.

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Querbeet durch die Gesellschaft

Seit März 2018 bin ich als Einsatzbetrieb-Vertreter Mitglied des CIVIVA-Vorstands. Beruflich setze ich mich als stellvertretender Leiter Bereich Zivildienst beim Verein Grünwerk für den Zivildienst ein. Wir sind ein anerkannter Zivildienst-Einsatzbetrieb mit Sitz in Winterthur. Wir arbeiten im Pflichtenheft Landschaftspflege und leisten mit über 100 Zivis mehr als 7000 Diensttage pro Jahr. Mich freut es, dass ich mich auch nach Beendigung meiner eigenen Dienstpflicht vor 5 Jahren sowohl im Beruf als auch auf Verbandsebene bei CIVIVA für den Zivildienst starkmachen kann.

Ich leistete meinen langen Zivildiensteinsatz im Bereich Naturschutz. Die späteren Einsätze erfüllte ich in einer Jugendherberge sowie bei einem Bergbauern. Was ich spannend finde: der Zivildienst ist heute viel breiter in der Gesellschaft abgestützt als während meiner Dienstzeit. Vom Bauernsohn über den Panzerfan bis hin zum Poker-Profi lerne ich bei Verein Grünwerk sehr viele unterschiedliche Dienstpflichtige kennen. Das geht querbeet durch die Gesellschaft. Diese Mischung verhilft dem Zivildienst zu mehr Akzeptanz. Es spricht für den Zivildienst, dass vom hochrangigen Ex-Militär bis zum gerade erst 18 Jahre alt Gewordenen ein so breites Spektrum Diensttauglicher einer  sinnvollen und gemeinnützigen Tätigkeit nachgehen.

Vielleicht war früher die Identifikation mit dem Zivildienst etwas grösser, weil man mit der Gewissensprüfung höhere Hürden hatte. Dafür ist der Zivildienst heute eine selbstverständliche Form der Dienstpflichterfüllung. Die derzeitigen politischen Angriffe auf den Zivildienst sind meiner Meinung nach unbegründet und emotional, fachliche und sachliche Kritik fehlt vollends. Wir sollten über Fakten diskutieren, nicht über vorgeprägte Meinungen oder über Ideologien streiten. Ich will mithelfen, solche Angriffe besser auszuhebeln.

Für die Zukunft wünsche ich mir einen offenen Zivildienst, vielleicht auch für Frauen, und eine grössere Wertschätzung für die geleistete Arbeit. Im Rahmen des Zivildienstes wird jedes Jahr ein enorm wichtiger Beitrag an die Gesellschaft geleistet, der von motivierten Zivis mit einer grossen Selbstverständlichkeit ausgeführt wird.