Der Schweizerische Zivildienstverband CIVIVA setzt sich für den Erhalt und den Ausbau des Zivildienstes ein. Der Zivildienst ist ein Dienst an der Gesellschaft. Davon profitieren nicht nur die jungen Dienstleistenden, davon profitieren alle!

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Verleihung des 8. Prix CIVIVA

Mit der Verleihung des 8. Prix CIVIVA wird am 2. Oktober 2020 das 100-jährige Engagement des Service Civil International (SCI) honoriert. Die Laudatio wird von Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss gehalten. Moderiert wird die Preisverleihung von Lisa Mazzone, Co-Präsidentin von CIVIVA und Ständerätin.

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Gemeinsam den Zivildienst gerettet

Stimmen und Betrachtungen zu den abgelehnten Verschärfungen des Zugangs zum Zivildienst.

Die geplanten Verschärfungen des Zugangs zum Zivildienst sind seit dem 19.6. Geschichte. Schon die WeCollect-Sammelphase fürs Referendum zeigte, wie gross und vor allem auch wie breit die gesellschaftliche Basis des Zivildiensts ist. Es kamen innert Kürze mehr als 9000 Leute zusammen, die mindestens 5 Unterschriften gesammelt hätten.

Nichtsdestotrotz blieben Fragezeichen: kommen die beglaubigten Unterschriften fürs Referendum zusammen? Können wir die Leute an der Urne überzeugen, NEIN zu den Massnahmen, damit aber JA zum Zivildienst zu stimmen? Und warum standen am Basler Corona-Testzentrum Männchen in Grün statt Zivis? Es geht nicht darum, die Dienstformen gegeneinander auszuspielen. Sondern darum, dass sich um eine Zivilgesellschaft wann immer möglich Zivilisten zu kümmern haben. Punkt.

Umso grösser das Erstaunen, als es im März vom Bundesamt für Zivildienst punkto Corona-Zivis sinngemäss hiess, «Zivis, ja gerne, aber nur, wenn keine Freiwilligen-Einsätze gefährdet werden.» Wo um alles in der Welt (also: in Bundesbern) kommt denn gerade jetzt ein solcher Gummibegriff her?

Bis man weiss, ob ein potenzieller Zivi-Corona-Einsatz keine Freiwilligeneinsätze gefährdet, ist die ausserordentliche Lage vorbei. Warum überhaupt eine solche selbstverordnete Schwächung? Ein Schuft, wer einen Zusammenhang zum nun in letzter Sekunde verhinderten Referendum sieht.

Schon ein Hohn war es da, dass ausgerechnet bei der Gruppe Giardino, einem nun wirklich nicht als Abschleicher-Sammelbecken verrufenen Offiziers-Thinktank für eine starke Miliz-Armee, zu lesen ist: «Anstatt fachlich nicht qualifizierte Angehörige der Armee für die Bewältigung der medizinischen Corona-Krisenlage aufzubieten, wäre es viel sinnvoller, dafür die Zivis zu mobilisieren.» Vergleichbare Worte sucht man beim Bundesamt für Zivildienst vergeblich.

Doch auch trotz solchen Worten kam das Bekenntnis zum starken Zivildienst am 19. Juni überraschend. Die spannende Frage lautet nun: Wie soll es mit dem vom Parlament gestärkten Zivildienst weitergehen?

Gregor Szyndler, Le Monde Civil

Im Folgenden ein paar Statements von Leuten, die sich für Zivildienst-retten.ch eingesetzt und gegen die Vorlage stark gemacht haben.

«Einfach fantastisch! Ein Sieg nicht nur für den Zivildienst, sondern für die ganze Zivilbevölkerung! Das Parlament hat endlich eingesehen, wie wertvoll der Zivildienst für die gesamte Gesellschaft ist. Danke an alle, die sich unermüdlich für dieses Ergebnis eingesetzt haben!»
Alessandra Degiacomi (Kampagne «Zivildienst retten!»)  

«Der Zivildienst ist ein wertvoller Dienst an der Gesellschaft. Die Hürde im Vergleich zum Militärdienst noch höher zu setzen, als sie jetzt schon ist, ist nicht gerechtfertigt.»
Lilian Studer EVP (AG)

«Der Zivildienst ist eine Erfolgsgeschichte. Die geplanten Verschärfungen bei der Zulassung zum Zivildienst sind reine Schikane. Besser wäre es, den Militärdienst sinnvoller zu gestalten.»
Priska Seiler Graf SPS (ZH)

«Die Armee hat momentan zu hohe Bestände und kann durch eine Erhöhung der vom Bundesrat extra um zwei Jahre verkürzten Militärdienstpflicht künftige Alimentierungs-Probleme selber lösen.»
Balthasar Glättli GPS (ZH)

«Den Zivildienst schwächen bedeutet, wertvolle Einsätze für ältere Menschen, Kinder oder Bergbauern zu streichen.»
Lisa Mazzone GPS (GE)

«Etwas zu verschlechtern, damit etwas anderes attraktiver wird, ist keine konstruktive Politik. Wenn die Universitäten ein Problem haben, schwächt man ja auch nicht die Fachhochschulen.»
Corina Gredig GLP (ZH)